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Der Ecce-homo-Bogen - Kloster der Schwestern Zions in Jerusalem
Sehenswürdigkeiten in der Jerusalemer Altstadt
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Auf der "Via Dolorosa" befindet sich zwischen der 2. und 3. Station das Kloster der Schwestern Zions (Basilique des Dames de Sion).
Es wurde von einem konvertierten Juden, Pater Mary Alfons Ratisbone aus Straßburg, gegründet. 1857 kaufte er in der Trümmerstadt Jerusalem das Trümmergrundstück am Hadriansbogen und beauftragte die französischen Architekten Honoré Daumet und M. Christopher Mauss mit dem Bau des Klosters und der Kirche.
Im selben Jahr begann man mit dem Bau der Klosteranlage, wobei der dreiportalige alte Ecce-Homo-Bogen z.T. in die Klosterkirche (Ecce-Homo-Basilika) eingefügt wurde. Der kleine nördliche Bogen ist heute direkt hinter dem Altar zu sehen. Der große Mittelbogen durchquert die Südwand der Basilika und und ist von der Straße aus gut zu sehen, da er die Via Dolorosa überspannt.
Man tat es in dem Glauben, daß dieser Bogen die Stelle markiert, wo Pilatus vor der Volksmenge zu Jesus gesagt hat: "Ecce homo" (Sehet, der Mensch") (Joh. 19,5).
Der Ecce-Homo-Bogen
Der Ecce-Homo-Bogen galt lange Zeit als Eingang der Burg Antonia und das ihn umgebende Pflaster als ihr Innenhof. Man dachte, daß dieser ganze Komplex auf die Bautätigkeit von König Herodes dem Großen zurückzuführen sei, der zwischen 37 und 35 v.Chr. die Burg Antonia erbauen ließ.
Neue Untersuchungen kamen aber zu einem anderen Ergebnis. Der Bogen ähnelt viel stärker römischen Stadttoren aus dem 1. Jh. v.Chr. als den römischen Triumpfbögen des 2. Jhs. Deshalb gilt heute, daß der Bogen das Osttor der Stadt war, als Herodes Agrippa I. (37 - 44 n.Chr.) Jerusalem nach Norden erweiterte.
Nach dem Sieg der Römer über Jerusalem wurden auf Befehl von Vespasian Mauer und Tor niedergerissen, doch der untere Teil des Tores blieb erhalten. Als Hadrian im Jahr 135 n.Chr. Jerusalem neu gestaltete und sie in "Aelia Capitolana" unbenannte, schuf er ein Forum und ließ dabei das dreibogige Tor in der Mitte des Pflasters als Denkmal seines Sieges stehen.
Das Tor war fast 19 m breit. Der mittlere Hauptdurchgang - nur diesen sieht man heute von der Straße aus - hatte eine Weite von ca. 5 m und ca. 8 m hoch. Der mit Fenstern versehene Durchgang, den man heute über dem Tor sieht, stammt aus osmanischer Zeit.
Der südliche Bogen ist größtenteils zerstört und liegt in dem heutigen Derwischkloster Ezbekiyeh. Der nördliche Bogen ist noch sehr gut erhalten und wurde in die Ecce-Homo-Basilika eingebaut.
Die Schwesternschaft
Die ersten vier Ordensschwestern waren bereits 1856 nach Jerusalem gezogen. Nachdem das Kloster gebaut worden war, nahmen sie arme Kinder und deren Familien bei sich auf. Ihre Religion spielte keine Rolle: Christen, Juden und Muslime waren willkommen.
Als das Haus von Ecce-Homo zu klein wurde, kaufte man alte arabische Häuser in der Nachbarschaft hinzu. Auf diese Weise wurden die Gebäude, die man heute sieht hinzugewonnen.
1861 wurde ein weiteres Grundstück in Ein-Kerem erworben, das den Kindern einen erholsamen Urlaub in der Natur ermöglichte.
Auf dem Grundstück in der Altstadt waren Pilger gern gesehene Gäste. Die erste Gruppe kam 1882. Es waren ca. 100 Frauen, die aus Frankreich anreisten. Als die Zahl der Pilger zunahm, gestaltete man einen Teil des Hauses in ein Jugendgästehaus um.
Später engagierten sich die Schwestern im Unterricht der Landessprachen. Durch diese Arbeit trugen die Schwestern viel zum jüdisch-arabischen Dialog bei. Später übernahm die Universität auf dem Skopus-Berg diesen Unterricht.
Der Ecce-Homo-Bogen im Jahr 1858 - Blick von Osten © A. Salzmann, Wikipedia
Zwischen 2. und 3. Station - Ecce-Homo-Bogen
Blick von Osten © 2011 www.theologische-links.de (1600x1200)
Zwischen 2. und 3. Station - Ecce-Homo-Bogen
Blick von Osten © 1984 Posi66 Wikipedia (1.024 × 1.532)
Zwischen 2. und 3. Station - Ecce-Homo-Bogen
Der mit Fenstern versehene Durchgang aus osmanischer Zeit.
Blick von Osten © 2011 www.theologische-links.de (1600x1200)
Zwischen 2. und 3. Station - Ecce-Homo-Bogen
Über dem Eingang zur Ecce-Homo-Basilika © 2011 www.theologische-links.de (1600x1200)
Zwischen 2. und 3. Station - Ecce-Homo-Bogen
Eingang zur Ecce-Homo-Basilika © 2011 www.theologische-links.de (1600x1200)
Zwischen 2. und 3. Station - Ecce-Homo-Bogen
Blick von Westen © 2011 www.theologische-links.de (1600x1200)
Weitere Informationen im Internet
Sisters of Our Lady of Sion © www.notredamedesion.orge - nglisch
Church of the Sisters of Zion
Via Dolorosa © www.planetware.com
Ecce-Homo-Basilika © Wikipedia
Ecce Homo Convent © www.eccehomoconvent.org - Mit einem kleinen Bild des Ecce-Homo-Bogens, wie man ihn 1857 vorfand.
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Dieses Papier ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch bestimmt.
URL: http://www.theologische-links.de/downloads/israel/jerusalem_via_dolorosa.html
Ins Netz gesetzt am 13.5.2010; letzte Änderung am 25.01.2012
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