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Der "Garten Gethsemane" am Ölberg in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in Jerusalem


Der "Garten Gethsemane" (auch Getsemani oder Gethsemani; von hebräisch Gath-Schmanim – Garten der Ölpresse oder Ölmühle) ist ein Ort, in welchem nach den Berichten des Matthäus-, Markus- und Lukasevangeliums Jesus Christus in der Nacht vor seiner Kreuzigung betete, ehe er von Judas Ischariot verraten und von römischen Soldaten und den Abgesandten des Hohepriesters verhaftet wurde (vgl. Matthäus 26,36-56; Markus 14,32-52 und Lukas 22,39-46).

Der Garten Gethsemane befindet sich am Fuß des Ölbergs in Jerusalem. Ein ca. 50 m x 50 m großes Areal des Gartens liegt direkt neben der Kirche aller Nationen. Dieses Grundstück ist für die alle Besucher zugänglich.

Auf der anderen Straßenseite ist ein weiteres, weit größeres Areal des Gartens, das jedoch nur besonderen Reisegruppen zugänglich ist.

Schon in biblischen Zeiten war dieses Areal mit Olivenbäumen bepflanzt. Die acht uralten Olivenbäume, die hier stehen, gelten als direkte Nachkömmlinge der Bäume, die zu Zeiten von Jesus hier standen. Das Alter der Ölbäume wird unterschiedliche gesehen: Manche geben sie mit ca. 2000 Jahren an, andere mit ca. 1000.

Am nördlichen Ende des großen Areals liegt die "Grotte von Gethsemane". Diese Höhle von rund 19 m Länge, 10 m Breite und bis zu 3,5 m Höhe, erinnert an die Stunden nach dem letzten Abendmahl, als Jesus mit seinen Jüngern hier verweilte. An dieser Stelle sollen die Jünger geschlafen haben, als Jesus seine Jünger zurück ließ. Er selbst ging "einen Steinwurf weit" (Lukas 22,41) weg, um in seiner Todesangst den Vater zu bitten, den "Kelch" an ihm vorübergehen zu lassen (Lukas 22,41ff). An der vermuteten Gebetsstätte von Jesus steht heute die "Kirche aller Nationen", auch bekannt als "Todesangstbasilika".

Die Grotte ist mehrmals restauriert worden. Drei Altäre und Wandmalereien von Umberto Nori zieren die Grotte.

Gleich hinter dem Eingang rechts sind zwei Schichten Mosaikboden zu erkennen, die aus byzantinischer Zeit stammen. Ein Gitter bedeckt einen tiefer liegenden Boden, zu dem eine Rinne hinabführt. Vermutlich wurde in der Grotte Olivenöl hergestellt.



Garten Gethsemane


Garten Gethsemane


Garten Gethsemane


Garten Gethsemane


Garten Gethsemane


Garten Gethsemane


Garten Gethsemane


Garten Gethsemane


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Ins Netz gesetzt am 16.05.2013; Letzte Änderung am 16.05.2013
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