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"Grab Davids" - König David (Skulptur) in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten auf dem christlichen Zionsberg in Jerusalem

Die Bilder sind vergrößerbar.


Die Skulptur von König David

Auf dem Zionsberg, wenig Schritte vom Grab Davids entfernt, hinter der Dormitio-Kirche, steht eine Statue von König David. Sie erinnert an den zweiten König Israels, der um 1000 v.Chr. regierte und über Juda und Israel herrschte.

Die Skulptur stammt von den russischen Bildhauern Alexander Demin und Alexander Ustenko. Sie wurde in den Jahren 2007-2008 erstellt und Israel von der Russischen St.-Nikolaus-Stiftung geschenkt.

Das Kunstwerk wurde am 7. Oktober 2008 der Öffentlichkeit übergeben.



Das Grab Davids

In Jerusalem wird von den Juden das sogenannte Grab von David verehrt. Die Grabstätte befindet sich auf dem christlichen Berg Zion. Dieser Ort ist eine wichtige heilige Stätte des Judentums.

Nach der Bibel (1 Kön 2,10) wurde David wie die anderen Könige von Juda in der Davidsstadt begraben, die etwa 700 Meter weiter östlich liegt. Nach jahrhundertealter Tradition befindet sich das Grab Davids aber in einem Bauwerk in unmittelbarer Nähe der Dormitio-Kirche. Möglicherweise entstand diese Tradition aber erst in byzantinischer Zeit.

Das Bauwerk, in dem sich das Grab Davids befindet, steht auf dem Ort, den die christliche Tradition mit dem letzten Abendmahl in Verbindung setzte. Dies scheint eine Ableitung der Überlieferung zu sein, nach der zu Pfingsten der Heilige Geist auf dem Zionsberg auf die Apostel ausgegossen wurde (Epiphanius; Cyril von Jerusalem [313-386 n.Chr.] in Catech., ii, 6; P.G., XXXIII). Dieses Ereignis fand in einem "Obersaal" statt und so nahm man an, es handele sich um denselben Raum, wo auch das Abendmahl gefeiert wurde (Markus 14,15).

Auf dem Zionsberg stand zunächst eine kleine Kirche, die an das letzte Abendmahl erinnerte. Dieses soll im Haus der Eltern des Evangelistan Markus stattgefunden haben. Im 4. Jh. wurde darüber eine riesige 5-schiffige Basilika errichtet, die bei der Eroberung durch die Perser 614 zerstört wurde.

Nach der Eroberung Jerusalems erneuerten die Kreuzfahrer die Zionskirche als dreischiffige Basilika, die dann 1219 zerstört wurde.

1333 erhielten die Franziskaner von Sultan Malek en-Naser den Teil des Grundstücks, auf dem die frühchristliche Kirche stand. Die Königin von Neapel ließ darauf ein zweistöckiges Gebäude errichten, das eine Kapelle und den Abendmahlssaal umschloß. Bis 1352 erwarben die Franziskaner weitere Grundstücke auf dem Zion, bis Sultan Süleyman I. den Orden 1552 vom Berg vertrieb.

Der berühmte Reisende Benjamin von Tudela ist die früheste jüdische Quelle, die diesen Ort um die Mitte des 12. Jh. als Davidsgrab bezeichnete.

1524 beschlagnahmte der türkische Sultan Süleyman I. das Heiligtum, um das sich Juden und Christen stritten. Er wandelte es in eine dem „Propheten“ David gewidmeten Moschee (al-Nabi Da'ud) um. Im Israelischen Unabhängigkeitskrieg eroberte Israel 1948 das Grab Davids zurück und seitdem dient es wieder als jüdisches Heiligtum.

Das Grab befindet sich im unteren Stockwerk des zweistöckigen Gebäudes. Die Decke wird von zwei schweren quadratische Pfeiler tragen. Der Ort ist der Raum, der in der Tradition als Ort der Fußwaschung (Joh 13,1-5 EU) gilt.

Die beiden hinteren Räume, die man wohl erst im 16. Jh. abteilte, sind von Mauerwerk des 2. Jh. umgeben. Im hinteren Raum steht das Kenotaph Davids, das die Moslems im 16. Jh. hier aufstellten. Das Grabmal hat die Form eines römischen Sarkophages und ist in eine bestickte Decke mit hebräischen Texten gehüllt. Hinter dem Kenotaph befindet sich eine im 4. Jahrhundert errichtete, nach Norden weisende Nische, deren ursprünglicher Zweck unklar ist.

Der Zugang zum Grab ist für Männer und Frauen getrennt.

Im Obergeschoss desselben Bauwerks befindet sich der Abendmahlssaal, wo Jesus Christus nach christlicher Tradition am Vorabend seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl feierte.




Davids Grab



Skulptur König David



Skulptur König David



Davids Grab



Davids Grab



Davids Grab



Davids Grab



Davids Grab



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Ins Netz gesetzt am 11.04.2013; letzte Änderung: am 13.04.2013
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