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Das "Grab des Absalom" im Kidrontal

Sehenswürdigkeiten in Jerusalem

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Kurze Information

Das sogenannte Grab des Absalom ist eine Säule aus dem 1. Jahrhundert v.Chr. und steht in keiner Verbindung mit dem biblischen Absalom, dem Sohn Davids.


Ausführlich Information

Zur Zeit des Zweiten Tempels befanden sich die Grabanlagen Jerusalems außerhalb der Stadtmauern. Heute noch kann man einige dieser Gräber an den Hängen vor der Stadt aufsuchen. Die meisten von ihnen wurden aus dem Felsgestein gehauen. Einige davon sind einfache Gräber, andere Grabhöhlen mit verzierten Eingängen. Nur die reichen Bürger konnten es sich leisten, kunstvolle Grabdenkmäler zu ihrem Andenken zu bauen.

Obwohl jedes Grab seinen eigenen Charakter besitzt, sind doch alle im östlich-hellenistischen Stil erbaut. Auf Säulenkapitellen und Friesen wurden dorische und ionische Motive gefunden, doch nirgends fand man Hinweise auf den korinthischen Stil. Der ägyptische Einfluß ist an pyramidenförmigen Strukturen und an dem Gebrauch des Hohlsimses ersichtlich.

Im Kidrontal, zwischen Tempelberg und Ölberg, liegen die vier berühmtesten Gräber Jerusalems, alle aus dem Fels gehauen.

Es sind dies das Grab des Zacharias, das Grab der Bnei Hezir (auch Grab des heiligen Jakobus genannt), das Grab des Absalom (Absaloms Säule) und das Grab des Josaphat.

Außer Bnei Hezir hat keiner dieser Namen irgendeine geschichtliche Grundlage. Sie sind vielmehr aus Legenden heraus entstanden, die sich im Laufe der Jahrhunderte um diese Denkmäler gewoben haben.


Das Grab das Absalom (Absaloms Säule)

Das Grab Absaloms (auch Absaloms Säule genannt) ist architektonisch eines der eindrucksvollsten Grabmäler Jerusalems und befindet sich darüber hinaus noch in einem ausgezeichneten Zustand.

Es steht etwas abseits im Kidrontal, und das kegelförmige Dach verleiht ihm einen besonderen Reiz.

Die Grabanlage war ursprünglich ein unterirdisches Felsengrab, die man von Süden her betrat. Später schlag man jedoch einen Bau aus dem Felsen, so daß ein frei stehender Felsenkubus mit der Grabanlage im Inneren entstand. Seither ist die innere Grabkammer nur über eine Leiter zu erreichen.

Das 20 Meter hohe Monument besteht aus einem Sockel, auf dem ein Podest liegt. Darauf steht ein Grabkubus mit Architrav (auf Stützenreihen ruhender Horizontalbalken). Eine quadratische und eine runde Steinlage bilden dann einen Oberbau. Auf diesem wiederum ruht der Kegel, der wie eine geschlossene Blume wirkt. Den krönenden Abschluß bildet eine Lotusblüte.

Das Grabdenkmal wurde erst Jahrhunderte nach dem Tod von Absalom errichtet, nämlich zur Zeit des Zweiten Tempels im 1. Jahrhundert n.Chr. errichtet wurde.

Das Grab erhielt seinen Namen vermutlich aus der Bibelstelle 2. Samuel 18,18, wo es heißt, daß sich Absalom im Kidron-Tal ein Denkmal errichtete.

Der Volksglaube, daß dies das Grab Absaloms sei, hatte sonderbare Folgen. Weil Absalom sich nämlich gegen seinen Vater - den König David - erhoben hatte, bewarfen sowohl Juden wie Christen und Moslems das Grab mit Steinen, wenn sie vorübergingen, so daß es mit der Zeit völlig von Steinen bedeckt wurde.




Grab Absaloms



Grab Absaloms



Grab Absaloms



Grab Absaloms








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Ins Netz gesetzt am 11.4.2010; letzte Änderung 04.03.2013
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