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Das Grab des Zacharias im Kidrontal

Sehenswürdigkeiten in Jerusalem

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Kurze Information

Das "Grabmal des Zacharis" stammt aus der Zeit des Zweiten Tempels und soll nach jüdischer Überlieferung die Grabstätte des Zacharias Ben Jojada sein. Dieser war Hoherpriester und Prophet zur Zeit der jüdischen Könige Ahasja und Joas.


Ausführliche Information


Zur Zeit des Zweiten Tempels befanden sich die Grabanlagen Jerusalems außerhalb der Stadtmauern. Heute noch kann man einige dieser Gräber an den Hängen vor der Stadt aufsuchen. Die meisten von ihnen wurden aus dem Felsgestein gehauen. Einige davon sind einfache Gräber, andere Grabhöhlen mit verzierten Eingängen. Nur die reichen Bürger konnten es sich leisten, kunstvolle Grabdenkmäler zu ihrem Andenken zu bauen.

Obwohl jedes Grab seinen eigenen Charakter besitzt, sind doch alle im östlich-hellenistischen Stil erbaut. Auf Säulenkapitellen und Friesen wurden dorische und ionische Motive gefunden, doch nirgends fand man Hinweise auf den korinthischen Stil. Der ägyptische Einfluß ist an pyramidenförmigen Strukturen und an dem Gebrauch des Hohlsimses ersichtlich.

Im Kidrontal, gegenüber dem Tempelberg, liegen die vier berühmtesten Gräber Jerusalems. Sie sind alle aus dem Felsen gehauen.

Es sind dies das Grab des Zacharias, das Grab der Bnei Hezir  (auch Grab des heiligen Jakobus genannt), das Grab des Absalom und das Grab Josaphats.

Außer Bnei Hezir hat keiner dieser Namen irgendeine geschichtliche Grundlage. Sie sind vielmehr aus Legenden heraus entstanden, die sich im Laufe der Jahrhunderte um diese Denkmäler gewoben haben.


Das Grab des Zacharias

Das Grab des Zacharias, ein pyramidenförmiges Bauwerk rechts vom Hezir-Grabmal, ist ganz aus dem Fels gehauen worden und von hohen Felsenwänden umgeben. An den vier Seiten sind ionische Halbsäulen mit dekorativen Kapitellen zu sehen. Zwar stammt der Bau aus der Zeit des Zweiten Tempels, er kann aber nicht genau datiert werden.

Die Juden haben ihre Toten seit Jahrhunderten in der Nähe des Grabes Zacharias' bestattet, denn das Grabmal verlieh der ganzen Umgebung eine andächtige Atmosphäre.

Nach jüdischer Überlieferung soll dies die Grabstätte des Zacharias Ben Jojada sein. Er war Hoherpriester und Prophet zur Zeit der jüdischen Könige Ahasja und Joas.

Mit den Jahren wurde es den frommen Juden zur Gewohnheit, an seinem Grab zu beten. Sie baten in schweren Zeiten um Gnade, und sie beteten um Regen, wenn die Dürre über das Land hereingebrochen war. Um das Jahr 1830, als nach einer Trockenzeit plötzlich der Winter kam und es doch nicht regnete, und dem Volk eine Hungersnot bevorstand, rief der ägyptische Khedive Mohammed Ali die Juden zusammen und drohte ihnen mit einem schrecklichen Schicksal, falls es nicht innerhalb einer Woche regnen würde. Die unglücklichen Juden gingen zum Grab Zacharias' und beteten drei Tage lang. Gegen Abend des letzten Tages bewölkte sich der Himmel, die ersten Tropfen fielen, und sie waren gerettet.



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Ins Netz gesetzt am 12.4.2010; letzte Änderung am 03.01.2012
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