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Das "griechisch-orthodoxe Patriarchat" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten im christlichen Altstadtviertel von Jerusalem

Die Bilder sind vergrößerbar.

Das "griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem" versteht sich selbst als die Fortsetzung der Urgemeinde in Jerusalem.

Der Kirche in Jerusalem wurde zwar schon auf dem ersten Ökumenischen Konzil (Nikäa 325 n.Chr.) ein besonderer Ehrenrang zugewiesen wird, aber nicht den Rang eines Patriarchats erhält. Erst auf dem vierten Ökumenischen Konzil (Chalkedon 451) wird Jerusalem zu einem eigenständigen Patriarchat erhoben.

Als 1099 Jerusalem durch die Kreuzfahrer erobert wurde, wurde das Königreich Jerusalem gegründet. Der Griechisch-Orthodoxe Patriarch von Jerusalem floh in das Exil nach Konstantinopel; anstatt seiner wurde in Jerusalem ein Lateinischer (Römisch-Katholischer) Patriarch eingesetzt.

1187 ging diese Ära zu Ende, als die Seldschuken unter Saladin das Kreuzfahrerheer bei den Hörnern von Hattin vernichtend schlug. Der griechisch-orthodoxe Patriarch kehrte nach Jerusalem zurück. Schon bald geriet Jerusalem daraufhin unter mamlukische Herrschaft. Diese Zeit war, bedingt durch den Christenhaß der Mameluken, einer der tragischten Zeiten für das Pariarchat.

Von 1516 für 400 Jahre war das Patriarchat Teil des Osmanischen Reiches. Bedingt durch das osmanische Millet-System, wurden die Orthodoxen Christen des Heiligen Landes dem Patriarchen von Konstantinopel unterstellt. Der Griechisch-Orthodoxe Patriarch von Jerusalem verlor in dieser Zeit fast vollständig seine Eigenständigkeit und residierte in Konstantinopel.

Die Gründung des Staates Israels 1948 stellte das Griechisch-Orthodoxe Patriarchat von Jerusalem vor vielfältige Herausforderungen. Die etwa 120.000 Gläubige leben nun in Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten und in Jordanien. Trotz aller Schwierigkeiten führt die GOK weiter ihre Arbeit der Versöhnung durch. Die geistliche Leitung des Patriarchats hat seit 2005 der Patriarch Theophilus III, Jannopulos (geb. 1952) , der 141. Patriarch von Jerusalem.

Nach dem in Israel immer noch geltenden osmanischen Religionsrecht braucht der jeweilige Patriarch die offizielle Anerkennung durch den Staat, und zwar von Seiten Israels, der palästinensischen Autonomiebehörde und vom jordanischen Königshaus. Gerade Israel verweigert oft über Jahre diese Anerkennung, da es mit dieser gewisse Zugeständnisse erwartet. Das Griechisch-Orthodoxe Patriarchat ist nämlich eines der wichtigsten Großgrundbesitzer im Heiligen Land. Wichtige öffentliche Gebäude des israelischen Staates, wie etwa die Knesset oder das Israel-Museum stehen auf gepachtetem Grund des Patriarchats.

Die Orthodoxe Kirche ist immer noch die größte Kirche im Heiligen Land, auch wenn sich die Zahl ihrer einheimischen Gläubigen zugunsten der anderen christlichen Gemeinschaften, besonders der Griechisch-Katholischen Kirche („Melkiten“), der Römisch-Katholischen Kirche („Lateiner“), der Anglikaner und der Lutheraner im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verringert hat. Dies ist auch der Grund, warum das Griechisch-Orthodoxe Patriarchat von Jerusalem der Ökumene mit großer Reserviertheit begegnet. Gleichwohl ist das Jerusalemer Patriarchat immer noch Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und arbeitet aktiv am regionalen Kirchenrat mit.

In der Kirche gilt der byzantinische Ritus. Die Liturgiesprachen sind griechisch und arabisch. Man richtet sich nach dem julianischen Kalender.

Der Sitz des Partriarchats befindet sich im christlichen Viertel in der Griechisch-orthodoxen-Patriarchatsstraße. Das gesamte Gelände ist sehr gepflegt gestaltet. Auf dem östlichen Hof hat man einen schönen Blick auf das Dach die Grabeskirche.




Griechisch-orthodoxes Patriarchat in Jerusalem - vergrößerbar



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Ins Netz gesetzt am 18.6.2012; letzte Änderung am 21.06.2016

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