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"Byzantinische Bauten"
im »Ophel - Archäologischer Garten«

Sehenswürdigkeiten in Jerusalem

Die Bilder sind vergrößerbar.


Als Kaiser Hadrian 130 n.Chr. den Orient bereiste, beschloß er, das noch weithin in Trümmern liegende Jerusalem als römische Veteranenkolonie wieder aufzubauen. Er nannte die Stadt "Aelia Capitolina".

Als sich der jüdische Widerstand gegen diese Pläne regte und in einem Aufstand mündete, schlug Hadrian den jüdischen Bar Kochba-Aufstand in den Jahren 132 - 135 n.Chr. brutal nieder. Die Juden wurden im römischen Reich zerstreut, und es war ihnen unter Todesstrafe verboten, die Stadt zu betreten.

Als im 5. Jh. unter der Kaiserin Eudokia die Stadt Jerusalem neue Impulse bekam, entstand unterhalb der zerfallenden Tempelplattform ein neuer Stadtteil. Um die neu errichteten Häuser unter den Schutz der Stadt zu stellen, errichteten die Byzantiner vom südöstlichen Ende des Tempelberges an eine Stadtmauer, die sich nach Südwesten erstreckte.

Die byzantinischen Häuser waren zweistöckig. In den heute noch erhalten gebliebenen Häusern fand man Küchen, eine Färberei, Ateliers zur Stoffherstellung, eine Bäckerei, sanitäre Anlagen und Räume zur Lagerung und zur Kleintierhaltung.

Folgende Gebäude wurden ausgegraben und z.T. erschlossen worden:

a) 3 Wohneinheiten, die westlich und östlich der zur Zawija führenden osmanischen Ostmauer liegen.

b) Das Säulenhof-Haus mit Innenhof (südliches Ophelgelände, das an die Fahrstraße angrenzt). Vom Hof aus führte eine Treppe in den zweiten Stock. Daneben gab es einen Kellerraum.

c) Das sogenannte "Kloster der Jungfrauen" im östlichen Teil des Ophel. Das Kloster hatte u.a. Kaufläden, eine öffentliche Küche mit Ofen, eine Wasseranlage und einen in den Fels gehauenen Kellertrakt.

d) Ein Pilgerhospiz (östlich des Klosters) mit 30 Wohnräumen.

e) Ein Hofhaus (sog. "Haus der Menorot"), das möglicherweise in der persischen Periode (614-638 n.Chr.) in eine Synagoge verwandelt wurde. Das ehemals byzantinische Haus hat nämlich einen Türsturz mit einem Kreuz und zwei Menorot. Dieser Ort des jüdischen Gebets wurde vermutlich zerstört, als der omaijadische Palast in diesem Bereich errichtet wurde.

Im archäolgischen Garten sind die die byzantischen Bauten - mit Ausnahme des Pilgerhospizes und des Klosters - sehr gut zu erkennen. Das Areal, auf dem das Pilgerhospize und das Kloster stehen, ist momentan (2012) für den Besucher nicht mehr zugänglich.



Das byzantinische Reich

Das Byzantinische Reich (offiziell stets „Kaiserreich der Römer“) oder, aufgrund der historischen Herkunft, das "Oströmische Reich", war ein Kaiserreich im östlichen Mittelmeerraum. Es entstand in der Spätantike nach der Reichsteilung von 395 aus der östlichen Hälfte des Römischen Reiches und endete mit der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im Jahre 1453. Das Reich erstreckte sich anfangs bis zur arabischen Halbinsel und nach Nordafrika bis zum Atlantik, war aber seit dem 7. Jahrhundert weitgehend auf Kleinasien und Südosteuropa beschränkt und wurde von der Hauptstadt Konstantinopel (dem heutigen Istanbul, das auch Byzanz genannt wurde) aus regiert. Der bekannte Byzantinist Georg Ostrogorsky charakterisierte das Byzantinische Reich als eine Mischung aus römischem Staatswesen, griechischer Kultur und christlichem Glauben.




Archäologischer Garten - Lagekarte



Ophel Archäologischer Garten - Lage der byzantinischen Bauten



Byzantinische Bauten - Archäologischer Garten - vergrößerbar



Byzantinische Bauten - Archäologischer Garten - vergrößerbar



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Byzantinische Bauten - Archäologischer Garten - vergrößerbar



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Ins Netz gesetzt am 16.04.2012; letzte Änderung 10.10.2012

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