Home | Theologische Linksammlung | Downloads | Bilder-Galerie Jerusalem | Bilder-Galerie | Webmaster

Die Tzemach-Tzedek-Synagoge in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in der Jerusalemer Altstadt

Die Bilder sind vergrößerbar.


Die "Tzemach Tzedek Synagoge" liegt an den Chabad Straße in der Jerusalemer Altstadt, direkt neben der Hurva-Synagoge. Diese Chabad-Synagoge wurde 1858 von dem dritten Chabad-Rabbi, Rabbi Menachem Mendel of Lubavitch, dem "Tzemach Tzedek" (1789-1866) gegründet. Sie sollte als Zentrum für Tora-Studien, Anbetung und Gemeinschaftszentrum für die Chabad-Anhänger dienen.

Während der 19 Jahre der jordanischen Besatzung wurde das Zentrum völlig entweiht. Dennoch war es die Synagoge, die am wenigsten Zerstörungen erlitt. Dadurch war es möglich, 1967 hier den ersten regulären Gottesdienst im geeinten Jerusalem zu feiern. Heute ist das Gebäude eine Jeschiwat und ein Informations- und Werbezentrum für die Chabad-Bewegung.

Nach dem Sechs-Tage-Krieg war es der eminente Gelehrte und mutige Rabbi Moshe Zvi Segal, der die Tzemach Tzedek Synagoge für die Chabad-Bewegung reklamiert.

Chabad oder auch Lubawitsch ist eine chassidische Gruppierung innerhalb des orthodoxen Judentums, die von Rabbi Schneor Salman von Ljadi (1745–1812) begründet wurde. Anhänger der Bewegung werden als Chabad-Chassidim bezeichnet.

Lubawitsch ist eine westrussische Kleinstadt nahe Smolensk und deutet auf den geografischen Ursprung der Bewegung hin. Lubawitsch war das Zentrum der Bewegung von 1813, als sich Rabbi Dov Ber, der zweite Rebbe der Chabad-Dynastie, dort niederließ, bis zur Evakuierung 1915 in den Wirren des Ersten Weltkrieges.

Der Name Chabad wiederum bezieht sich auf die philosophischen Grundlagen der Bewegung: Chabad ist ein Akronym für die drei hebräischen Begriffe Chochma („Weisheit“), Bina („Erkenntnis, Verständnis“) und Daat („Wissen“). Chochma, Bina und Daat bezeichnen in der Kabbala (jüdische Mystik) die drei höchsten der insgesamt zehn Sephiroth.

In der Denkschule von R. Schneor Salman erhalten die drei Begriffe Chochma, Bina, Daat folgende Deutung: Chochma – der Einfall, die Idee; Bina – die Aufbereitung und Ausarbeitung der Idee; Daat – die subjektive Wirkung des neutralen Intellekts (Chochma und Bina) auf Emotionen, Meinungen und praktische Handlungen des Menschen.

Die einzelnen Gruppen des Chassidismus unterscheiden sich traditionell in der Betonung verschiedener Bereiche im Dienst Gottes. Chabad betont besonders das kontemplative Gebet und das intensive, systematische Studium der chassidischen Lehre. Seit Rabbi Menachem M. Schneerson werden außerdem erheblichen Anstrengungen unternommen, die Tora-Lehre auch nicht-observanten Juden näher zu bringen.



Tzemach Tzedek Synagoge - vergrößerbar


Weitere Informationen im Internet:



| zum Textbeginn |


Copyright (C) 2012 by www.theologische-links.de
Dieses Papier ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch bestimmt.
URL: http://www.theologische-links.de/downloads/israel/jerusalem_tzemach-tzedek-synagoge.html
Ins Netz gesetzt am 4.1.2012; letzte Änderung am 24.01.2012

Home | Theologische Links | Downloads | Bilder-Galerie Jerusalem | Bilder-Galerie | Webmaster