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Die Festung "Masada" am Toten Meer

Sehenswürdigkeiten in Israel

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Die Festung am Toten Meer

An der südlichen Westseite des Toten Meeres, genau gegenüber der Halbinsel Lisan, befindet sich einer der interessantesten archäologischen Stätten Israels: Die ehemalige jüdische Festung Masada (hebräisch: "Mezadá", "Festung").

Masada ist ein isolierter Tafelberg. Felsige Steilabhänge schützen ihn nach allen Seiten hin. Der Höhenunterschied beträgt nach Osten zum Toten Meer hin über 400 Meter, nach Westen sind es nur ca. 100 Meter Höhendiffenrenz.

Der Gipfel des Berges wird durch eine Hochfläche gebildet, die in Form einer Raute ca. 300 x 600 m groß ist. Ursprünglich war das Plateau nur über drei schmale, leicht einsehbare Saumpfade zugänglich.




Der Bau der Festung durch Herodes den Großen

Die Festung Masada wurde im Wesentlichen im Auftrag von König Herodes I. dem Großen (73-4 v.Chr.) erbaut. Etwa zwischen 39 v.Chr. und 31 v.Chr. wurde sie an der Stelle einer einige Jahrzehnte älteren und kleineren Festung in drei Phasen errichtet. Zu ihrer Zeit galt die Festung Masada als uneinnehmbar.

Herodes ließ um das Plateau eine 1,3 km lange doppelwandige Befestigungsmauer mit fast 40 Türmen anlegen. Innerhalb der Festungsmauer baute er eine große Zahl weiterer Gebäude, unter anderem Lagerhäuser, Pferdeställe, eine Kommandantur, diverse Unterkünfte, Badehäuser, Schwimmbecken und Paläste.

In den nördlichen Berghang ließ er als ein eigenes Bollwerk über mehrere Stufen den Nordpalast hinein geschlagenen. Er bot eine großartige Aussicht über die Judäische Wüste und mit seiner Nordausrichtung die klimatisch günstigste Position am Berg im Sommer. Der Palast war aus Kalkstein erbaut und mit Wandmalereien im pompejanischen Stil und zahlreichen Mosaiken ausgestattet. Auf seiner Ostseite lag das königliche Badehaus.

Im Westen entstand der Westpalast für offizielle Anlässe. Die anderen Bauten waren auf der großen Fläche locker verstreut. Die sehr fruchtbare freie Fläche gab Herodes zur Bebauung frei.

Um die Wüstenfestung problemlos auf über einen längeren Zeitraum hinweg verteidigen zu können, wurden große Nahrungsvorräte angelegt. Zur Wasserversorung wurden u.a. am nordwestlichen Hang zwölf große Zisternen auf dem Fels gehauen.

Nach dem Tode von Herodes war über Jahrzehnte hier eine römische Garnison stationiert.



Die jüdisches Festung im 1. Jh. und ihre Eroberung durch die Römer im Jahr 73 n.Chr.

Im Jahr 66 n.Chr. kam es zum Ersten Jüdischen Krieg gegen die römische Besatzung. Eine Gruppe von jüdischen Zeloten (Sikariern) überraschte die römische Garnison auf Masada und nahm die Burg in einem Handstreich ein.

Rebellen aus verschiedenen politischen Gruppierungen siedelten sich dann auf dem Gelände der Festung an, besonders nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem durch Titus 70 n.Chr. Sie errichteten z.T. einige Wohnhäuser an den Kasematten und legten Ritualbäder an. Darüber hinaus nutzten sie bereits bestehende Gebäude und richteten hier eine Werkstatt, eine Synagoge, eine Bäckerei und Taubenhäuser ein.

Im Herbst des Jahres 72 n.Chr. wurde Masada durch die Römer belagert. Die X. Legion mit ihren 15.000 Soldaten sowie ca. 5.000 Sklaven und Hilfssoldaten standen unter dem genialen Strategen und Befehlshaber Flavius Silva zum Angriff bereit. Mittels einer Rampe, die man in neun Monaten errichtete, gelang die Eroberung der jüdischen Festung im 2. Mai 73 n.Chr.

Der römische Feldherr ließ den Berg mit einer über vier Kilometer langen Mauer umgeben, die durch acht Kastelle unterschiedlicher Größe gesichert wurde. Die Reste der Kastelle und der Mauer sind bis heute sichtbar. Anschließend schütteten die Römer an der niedrigeren Westseite der Festung eine noch immer gut erhaltene Belagerungsrampe auf, die schließlich bis 20 Meter unterhalb der Mauern der Festung reichte. Die Rampe setzt teils auf einer natürlichen geologischen Erhebung auf, was den Bau enorm verkürzt hat. Über diese Rampe führten sie Rammböcke und einen 30 Meter hohen Belagerungsturm an die Festung heran, um die Mauer zum Einsturz zu bringen.

Der jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus berichtet, daß die Belagerten unter Führung von Eleazar ben-Yair, als die Lage aussichtslos wurde, beschlossen, lieber als freie Menschen zu sterben als den Römern in die Hände zu fallen: „Ein ruhmvoller Tod ist besser als ein Leben im Elend.“ Per Los bestimmten sie einige Männer, die wechselseitig den Rest der Gruppe und anschließend sich selbst töten sollten. Als die römischen Soldaten die Festung stürmten, erwartete sie nur Totenstille: 960 Männer, Frauen und Kinder hatten sich getötet. Nur zwei Frauen und fünf Kinder hatten sich verborgen gehalten und konnten berichten, was geschehen war. Die Römer „bewunderten den Mut ihrer Entscheidung“.


Masada nach dem Fall im Jahr 73 n.Chr.

Nach dem Fall von Masada im Jahr 73 n.Chr. waren hier weiter über 40 Jahre römische Soldaten stationiert. Danach blieb das Plateau lange verlassen.

Nachdem ein gewaltiges Erdbeben Masada erschütterte und die meisten Gebäude zerstört hatte, wurde der Berg erst wieder im 5. und 6. Jahrhundert durch christliche Mönche besiedelt. Sie erbauten u.a. eine Kirche, die zu den frühesten Kirchen im südlichen Judäa gehört. Die Reste der byzantinischen Kirche sind bis heute erhalten geblieben. Die Festung auf Masada geriet dann lange in Vergessenheit.



Masada wird im 19. Jh. wieder entdeckt

Die Existenz Masadas war aus den Schriften des Josephus bekannt. Doch seine Lage war vergessen worden.

Der deutsche Naturforscher Ulrich Seetzen sah es 1807 von seinem Boot auf dem Toten Meer, doch er verwechselte es mit Zif.

Erst im Jahre 1838 wurde Masada durch die beiden amerikanischen Gelehrten Edward Robinson und E. Smith wieder entdeckt. Sie sahen es von En Gedi aus und identifizierten es richtig.

1842 bestiegen S.W. Wolcott und sein Zeichner W. Tipping erstmals wieder das Hochplateau und lieferten die ersten Nahbeschreibungen und Zeichnungen.



Die modernen Ausgrabungen

1955-56 führten die Israel Exploration Society eine erste Geländeaufnahme mit den besten israelischen Archäologen unter der Leitung von Nahman Avigad durch.

1963-1965 grub Yigael Yadin von der Hebräischen Universität Jerusalem mit Unterstützung andere Institutionen große Teile der Festungsanlage aus. Die Anlagen wurden weitestgehend freigelegt, zum Teil wieder aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

1989 führte Ehud Netzer von der Hebräischen Universität Jerusalem weitere Grabungen durch, gefolgt durch Arbeiten von E. Foester 1995 an der römischen Rampe und im römischen Lager "F".

1966 wurde Masada durch das Innenministerium zum Nationalpark erklärt.

Seit 1971 führt eine 900 m lange Luftseilbahn, die Masadabahn, von -257 m auf das Gipfelplateau in 33 m NN.

1999 wurde eine neue Seilbahn in Betrieb genommen. Eine Brücke verbindet die Endstation mit dem Schlangenpfad-Tor. An der Talstation der Bahn wurde 2000 ein neuer Eingang mit einem kleinen Museum geschaffen.



Anreise

Masada ist von Jerusalem aus problemlos zu erreichen. Am zentralen Busbahnhof (Central Bus Station) fahren die Busse nach Masada ab. Die Strecke führt zunächst östlich in Richtung Jericho, dann geht es nach Süden am Toten Meer entlang bis zur Talstation der Seilbahn von Masada.

Ein Besuch auf diesem Berg ist ein unvergeßliches Erlebnis.


INTERAKTIVE KARTE

roter Punkt: mit Bildern versehener Text / blauer Punkt: nur Text


Masada - Aussichtspunkt Masada - Bäckerei der Zeloten mit Ritualbad Masada - Beamtenvilla Masada - Byzantinische Kirche Masada - Byzantinisches Westtor Masada - Byzantinische Zellen Masada - Gerberturm Masada - herodianische Villa Masada - herodianische Familienvilla Masada - Kolumbarium Masada - Das falsche Kolumbarium Masada - Haus des Kommandanten Masada - Lagerhallen Masada - Lehrhaus Masada - Nordpalast - Obere Terrasse Masada - Nordpalast - Mittlere Terrasse Masada - Nordpalast Masada - Mauerdurchbruch durch die römische Legion Masada - Das Rebellenlager Masada - Rituellen Bäder Masada - Schlangenpfad-Tor Masada - Schriftrollenkasematte Masada - Schwimmbad Masada - Steinbruch Masada - Synagoge Masada - Therme Masada - verwaltungsgebäude Masada - Wachturm Masada - Westpalast Masada - großes Wasserbecken Masada - Zisternen Masada - Wohnungen der Zeloten Masada - die östliche Zisterne Masada - große unterirdische Zisterne Masada - Südliche Zitadelle





Masada Anfahrt von Norden kommend - vergrößerbar



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Weitere Informationen im Internet


Berichte über Masada



Bilderserien über Masada



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Ins Netz gesetzt am 25.02.2013; letzte Änderung am 19.03.2017

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