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Der "Tempelberg" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Jerusalem



El-Aksa-Moschee Arkaden Dom des Wissens Eisentor El-Asbat-Minarett El-Fakhariyya-Minarett El-Ghawanima-Minarett El-Ghawanima-Tor Es-Silsilah-Minarett Felsendom Geisterdom Das Goldene Tor Himmelfahrtsdom Hebrondom Intendantentor Islamisches Museum Josephsdom El Kas Becken Kettendom (Tempelberg) Kettentor Meghrebinertor Mihrab Zakariyeh Moschee der 40 Märtyrer Mosedom Gebetsnische des Propheten Omar Moschee Pavillon des Sultan Mahmud II Sebil Qaitbay Brunnen auf dem Tempelberg in Jerusalem Sebil Qasim Pascha Brunnen auf dem Tempelberg in Jerusalem Sommerkanzel Suleiman-Brunnen Suleiman-Dom St. Georgs-Dom Tor der Dunkelheit Tor der Baumwollhändler Tor der Reinigung Tor der Sühne Tor der Stämme Weiße Moschee - Frauenmoschee Yusuf-Agha-Dom




Der Tempelberg

Der ehemalige jüdische Tempelbezirk nimmt heute fast das ganze südöstliche Viertel der Altstadt ein. Die gesamte Fläche wird von den Arabern "El Haram esh-Sharif" ("Vornehmes Heiligtum"). Der weite Platz mit dem "Felsendom" und der "El-Aqsa-Moschee" (fertig gestellt 715 n. Chr.) zählt zu den eindrucksvollsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Jerusalem.

Auf diesem Tempelberg hatte König Salomo den prächtigen ersten jüdischen Tempel gebaut, der durch die Babylonier 586 vC zerstört wurde. Etliche Jahrzehnte später wurde durch Exilgemeinde, die aus der Babylonischen Gefangenschaft zurückgekhrt war, ein zweiter Tempel errichtet. Dieser wurde später durch Herodes den Großen zu einem prachtvollen Heiligtum umgebaut.

Nach der Eroberung Jerusalems durch den römischen Feldherrn Titus, wurde der Tempel im Jahr 70 n.Chr. zerstört und der Tempelberg lag brach.

Kaiser Hadrian ließ später auf dem Tempelberg einen Jupitertempel (136 n. Chr.) erbauen, der dann unter Konstantin dem Großen (306-37 n. Chr.) der Vernichtung anheimfiel.

Küchler (Jerusalem, S. 143) bezweifelt, daß je ein Jupiter-Tempel auf dem Tempelberg gebaut worden ist, denn ein römischer Tempel an der Stelle des jüdischen Tempels läßt sich nur bei Dio Cassius belegen; alle anderen Berichte widersprechen dieser Auskunft.

Dio Cassius´ Information über den Bau des Jupiter-Tempels ist der älteste uns vorliegende Bericht und stammt aus der 1. Hälfte des 3. Jh. Allerdings ist dieser Text nur in der Zusammenfassung des Mönches Xiphilinus im 11. Jh. erhalten.

Im 7. Jh. n. Chr. wurde dann auf dem Tempelberg ein erstes großes moslemisches Heligtum, der Felsendom, errichtet. In den folgenden Jahrhunderten wurden dann weitere islamische Bauten gebaut.



Der Felsendom (Qubbat es-Sachra)

638 n.Chr. zog der Kalif Omar Iban al-Khattab (592-644 n.Chr.) in das eroberte Jerusalem. Dabei besuchte er auch den Felsen, von dem nach moslemischem Glauben, Mohammed auf eine Nacht in den Himmel geritten sein soll. Er beschloß dabei an dieser Stelle den Bau einer großen Moschee.

Doch erst der fünfte Kalif, der omajadische Herrscher Abd el-Malik, konnte 687-691 den Bau verwirklichen. Der Dom sollte an Größe und Pracht die in der Hand seines Rivalen Abdallah Ibn Zobeir befindliche Moschee von Mekka übertreffen.

Dieser Bau - Felsendom genannt - wurde später von den Kreuzfahrern in die Kirche "Templum Domini" umgewandelt und 1194 von Sultan Saladin den Moslems zurückgegeben.

Der Felsendom steht auf einer 4 m hohen Plattform und ist eines der bedeutendsten Zeugnisse islamischer Architektur. Der sehr harmonisch wirkende achteckige Bau ist unten mit Marmor verkleidet. Im 16. Jahrhundert ließ Suleimann der Große die Fassade mit persischen Fayenceplatten verkleiden.

Die mächtige Kuppel hat einen Durchmesser von 26 Metern und eine Höhe von 33 Metern und hat fast die gleichen Maße wie die der Grabeskirche. 1958 - 1964 wurde die Kuppel restauriert und erstrahlt nun in vergoldetem Aluminium. Bekrönt wird die Kuppel mit einer 3,6 m hohen Mondsichel. Von allen Hügeln der Umgebung ist die Kuppel - die Stadt überragend - sichtbar; sie kann daher als das eigentliche Wahrzeichen Jerusalems gelten.

Die Kuppelvergoldung wurde 1993 erneuert. König Hussein von Jordanien finanziert das rund 8 kg schwere 24-karätige Blattgold.

Im Innern umzieht ein doppelter Umgang (mit 12 Pfeilern und 28 Säulen) den in der Mitte etwas aus dem Boden herausragenden heiligen Felsen, der in seiner naturgegebenen Kargheit einen sehr eigenartigen Kontrast zu den Pfeilern und Säulen und zu den (in jüngster Zeit restaurierten) Mosaiken und Glasfenstern bildet.


Die sakralen Inschriften im Felsendom

Die sakralen Inschriften am Felsdom sind eine detaillierte Polemik des Islam gegen den christlichen Glauben. Von den über 6000 Versen des Koran wurden vor allem die antichristlichen Aussagen Allahs ausgewählt.

Jesus wird ausdrücklich nur als Gesandter Gottes gesehen, der selbst geleugnet haben, Sohn Gottes zu sein (vgl. Sure 4,171; 5,116).

Die Verse verfluchen jeden Christen, der an Jesus als den Sohn Gottes glaubt (vgl. Sure 9,30; 5,17+72).

Weitere Koranverse rufen Christen auf, ihren Glauben an die Dreieinigekeit aufzugeben (vgl. Sure 4,171) und bestreiten, daß Jesus jemals getötet (vgl. Sure 4,157) oder gekreuzigt wurde. Vielmehr habe Allah in lebendig zu sich emporgehoben (vgl. Sure 4,158).

Ein Spruchband mit einer Koranstelle "ziert" das Innere der vergoldeten Kuppel. Hier, an der prominentesten Stelle des Felsendoms, verkündigt Allah:

"171 Ihr Leute der Schrift! Treibt es in eurer Religion nicht zu weit und sagt gegen Allah nichts aus, als die Wahrheit! Christus Jesus, der Sohn der Maria, ist nur der Gesandte Allahs und sein Wort, das er der Maria entboten hat, und Geist von ihm. Darum glaubt an Allah und seine Gesandten und sagt nicht von Allah, dass er in einem drei sei! Hört auf so etwas zu sagen! Das ist besser für euch. Allah ist nur ein einziger Allah. Gepriesen sei er! Er ist darüber erhaben ein Kind zu haben. ... 172 Christus wird es nicht verschmähen, ein bloßer Diener Allahs zu sein, ..." (Sure 4,171-172)

„Religionspolitisches Ziel der Inschriften ist es, den vor Ort als Gottessohn verehrten Jesus auf seine koranische Dimension eines bloßen Gottesdieners zurückzustufen und ihm den Propheten des Islam ... zur Seite zu stellen.“ Angelika Neuwirth (2010), S. 252 (Wikipedia)

==> Weitere Bilder vom FELSENDOM

Felsendom - vergrößerbar



Der Kettendom (Qubbat es-Silsilah)

Ein wenig östlich vom Felsendoms gelegen steht der Kettendom, der aus einer Kolonnade mit stark byzantinischen Elementen besteht. Sie sind so angeordnet, daß man alle Säulen gleichzeitig sehen kann. Der Kettendom wurde vom Kalifen Abd el Malik zur Aufbewahrung des Staatsschatzes erbaut.

Der Schatz wurde in dem Raum zwischen den beiden Kuppeln aufbewahrt. Das Bauwerk ist von gleicher Art wie die Schatzkammern der Moschee der Omajaden in Damaskus oder der Großen Moscheen von Horns und Hama. Um den Ort besonders gut zu schützen, erklärte man Ihn zum Heiligtum und wandte die Legende von der Kette an, die König Salomo im Gerichtshof seines Vaters David aufhängen ließ. Außerdem bringt die Kette die mystische Verbindung zwischen dem Gläubigen und Allah zum Ausdruck.

Der Kettendom selbst entstand nach der baulichen Vorlage des Felsendoms in Kleinformat und ist in Richtung der Qibla in Mekka positioniert.

Die Kreuzfahrer richteten hier ihre Jakobskapelle ein.

Weitere Bilder vom KETTENDOM


Felsendom - vergrößerbar



Der Himmelfahrtsdom (Qubbat el-Miraj)

Nordwestlich vom Felsendom, auf der gleichen Plattform, liegt der sogenannte Himmelfahrtsdom.

Er ist mit reliefsgeschmückten Kreuzfahrer-Kapitellen umgeben. Die Kuppel ist eine Kopie einer byzantinischen Kuppel auf dem Ölberg.

Der Bau erinnert in der muslimischen Tradition an die angebliche Himmelfahrt Mohammeds, bzw. an den Ort, an der er vor seiner angeblichen Himmelfahrt gebetet haben soll.

Es ist nicht klar, wann der urspüngliche Dom gebaut wurde. Entweder stammt er aus der Zeit der Kreuzfahrer oder Uthman Zandjirli errichtete ihn im Jahr 1200/01 n.Chr. unter reicher Verwendung von Kreuzfahrer-Spolien.

Weitere Bilder vom HIMMELFAHRTSDOM


Himmelfahrstdom



Die Treppen und Arkaden (Qanatir) und Bögen (Mawazin = Waagschalen)

Über 8 kurze Treppen steigt man auf die Esplande des Felsendoms. Sie sind alle von unterschiedlicher Länge und Größe und stammen auf verschiedenen historischen Epochen. Die Säulenkapitelle stammen aus der Römerzeit.

Wenn man den Felsendom in Richtung Al-Aksa-Moschee hinuntersteigt, passiert man eine jener Arkaden (Mawazin), die fast alle aus der Zeit der Mameluken stammen.

Beim Betreten der Plattform passiert man stets einen Bogen. Es ist islamische Überzeugung, daß Allah am Tag des Jüngsten Gerichts hier die Waagschalen aufhängen wird, in der die Seelen der Menschen gewogen werden, über deren Schicksal - Paradies oder Hölle - dann entschieden wird. Währenddessen hält in alle Himmelrichtungen ein Erzengel Wache.

Weitere Bilder von den TREPPEN und ARKADEN


Tempelberg Treppen und Arkaden und Bögen - vergrößerbar



Die Sommerkanzel ("Minbar es-Seif" oder "Minbar ed-Din")

Rechts daneben (mit Blick nach Süden) steht die "Sommerkanzel" unter freiem Himmel. Auf ihr steht der Imam (muslimische Vorbeter) und hält seine Predigten.

Die Kanzel wurde vermutlich im 12. Jh. durch Saladin, dem Besieger der Kreuzfahrer, errichtet. Die Marmor-Struktur wird durch eine kleine weiße Kuppel bedeckt und wurde aus Spolien der Kreuzfahrerzeit errichtet.

Sie wurde später im Jahr 1456 von dem Jerusalemer Richter Burhan el-Din restauriert. Von ihm leitet sich auch der Name "Minbar el-Din" ab.

1483 wurde sie von dem türkischen Emir Mohammed Rashid überarbeitet.

Weitere Bilder von der SOMMERKANZEL


Sommerkanzel auf dem Tempelberg in Jerusalem



Der Josephsdom (Qubbat Yusuf)

Westlich der Sommerkanzel steht der Josephsdom (Qubbat Yusuf). Der kleine Kuppelbau (2,8m x 3,5m) steht vorne auf zwei Säulen und wird hinten von einer schalengeformten Gebetsecke getragen.

Der Bau erinnert an den Propheten Joseph (Yusuf) und wurde von Saladin im Jahr 1191 errichtet.

Im 17. Jh. wurde er von Yusuf Agha renoviert.

Weitere Bilder des JOSEPHSDOMS


Josepfsdom auf dem Tempelberg in Jerusalem




Gebetsnische des Propheten (Qubbat en-Nabi)

Wenige Meter nordwestlich des Felsendomes steht der "Dom des Propheten" (Qubbat en-Nabi) auch bekannt als "Dom des Gabriel" (Qubbat Jibril) oder "Dom der Gebetsnische" (Qubbat el-Mihrab) oder "Gebetsnische des Propheten" (Mihrab en-Nabi).

Die Kuppel wurde im Jahre 1538 von Muhammad Bey, dem osmanischen Gouverneur von Jerusalem, errichtet und soll an den islamischen Propheten Mohammed erinnern.

Weitere Bilder der GEBETSNISCHE DES PROPHETEN


Gebetsnische





Weitere Kleinbauten auf der inneren Plattform

Der Geisterdom (Qubbat el-Arwah)

Am nördlichen Ende der Plattform erhebt sich der "Geisterdom" auf acht Säulen über einem Mihrab.

Er gilt nach einer lokalen Tradition als Ort, an dem sich am Jüngsten Tag die Seelen der Gläubigen versammeln werden. Nach einer islamischen Legende sollen sich hier die Seelen der frommen Muslime versammeln, um nachts zu beten.

Weitere Bilder des GEISTERDOMS


Geisterdom auf dem Tempelberg




Der St. Georgs-Dom (Qubbat el-Khadr)

In der nordwestlichen Ecke der Plattform steht der grazile St. Georgs-Dom, der als ein Ort des islamischen Gebets dienst. Der Mihrab stammt aus dem 15. Jahrhundert , die Kuppel wurde vermutlich erst im späten 18. bzw. frühen 19. Jh. errichtet.

Weitere Bilder des ST.-GEORGS-DOMS


St.-Georgs-Dom auf dem Tempelberg




Der Hebrondom (Qubbat el-Khalili), auch Moschee des Propheten (Masdschid an-Nabi) genannt

Etwas südsüdwestlich vom St. Georgs-Dom steht der Hebrondom.

Die rechteckige Kuppelbau wurde 1700/01 von Mohammed, dem Gouverneur von Jerusalem, anstelle eines Vorgängerbaus über eine Zisterne errichtet.

Weitere Bilder vom HEBRONDOM


Hebrondom auf dem Tempelberg





Der Dom des Wissens (Qubbat en-Nahawiyyah)

An der südwestlichen Ecke der Plattform steht der Dom des Wissens.

Er wurde 1217 während der Regierungszeit des Sultans Muatham Issa aus Marmorplatten gebaut und diente Koranstudien bzw. Studien der arabischen Literatur.

Weitere Bilder vom DOM DES WISSENS


Dom des Wissens auf dem Tempelberg




Das El Kas-Becken

Etwa auf halbem Weg zwischen Felsendom und Al-Aksa-Moschee erreicht man in dem Garten vor der Al-Aksa-Moschee einen runden Brunnen, das El Kas-Becken. Er dient den Muslimen zur rituellen Waschung vor dem Gebet.

Das Becken wurde im Jahre 709 n.Chr. errichtet.

Weitere Bilder vom EL KAS-BECKEN




El Kas-Becken - vergrößerbar




Der "Sebil Qaitbay-Brunnen"

Geht man vom Felsendom in Richtung Westen, führt eine Treppe zum eleganten und öffentlichen Brunnen Sebil Qaitbay. Er wurde von dem Mamelukensultan Ash-Ashraf Qaitbey 1487 n.Chr. gestiftet.

Der Bau beinhaltet alte architektonische Elemente, wie die oben befindliche Kreuzfahrerrosette und der römischen Sakrophag, der als Wasserspeicher dient . Er bildet die Basis und ist ein einfacher quadratischer Raum (4.60m x 4.80m x 7.65m) mit breiten vergitterten Fenstern und einem kleinen Eingang.

Über ihm ist eine hohe Übergangszone zu erkennen, die in mehreren Etappen von der quadratischen Basis zu einer hohen Trommel führt, die dann in die Kuppel übergeht. Das Gebäudes ist mit einer spitzen Kuppel und einem Halbmond gekrönt. Die arabesken Steinmetzarbeiten stellen Blumenmotive dar. Es ist die einzige bedeutende Kuppel dieser Art, die außerhalb von Kairo besteht. Die Bauhöhe beträgt 13.28 m. Die Basis ist hauptsächlich durch die Ablaq-Bauweise gekennzeichnet, die abwechselnd rote und creme-farbige Steine aufeinanderreiht.

Gegenüber dem Brunnen liegt das Reinigungstor ("Bab el-Matarah") und rechts davon das Baumwollhändlertor (Bab el-Qattanin).

In der rechten Galerie dieses Tores befinden sich das Grab von Hussein ben All, König von Hedjaz (1916-1924), Vater des Königs Abdallah, dem Gründer der Haschemitendynastie von Jordanien und das Grab von Jinah oder Mohammed Ali, dem Gründer Pakistans.

Weitere Bilder vom Sebil Qaitbay-Brunnen



Sebil Qaitbay Brunnen Jerusalem




Der "Sebil Qasim Pascha-Brunnen"

Der Sebil Qasim Pascha-Brunnen dient zur rituellen Waschung und als Trinkbrunnen. Er befindet in der Nähe des Kettentores zwischen dem Dom des Mose und dem Sebil Qait Bay-Brunnen.

Der Brunnen wurde im Jahre 1527 n.Chr. von Qasim Pascha gebaut. Dieser war ein osmanischer Gouverneur von Jerusalem zur Zeit von Suleiman dem Prächtigen und errichtete die ersten öffentliche Bauwerke auf dem Tempelberg.

Direkt nördich dieses Brunnens befindet sich der Orangenteich, der bereits um 1340 n.Chr. gestiftet worden war.

Weitere Bilder vom Sebil Qasam Pascha-Brunnen

Weitere Bilder vom Orangenteich




Sebil Qasim Pascha-Brunnen auf dem Tempelberg in Jerusalem




Der "Dom des Mose" (Qubbat Musa)

Direkt gegenüber dem Kettentor steht der "Dom des Mose".

Der Gebetsraun wurde 1249 n.Chr. von Sultan Ayyub errichtet und soll an den großen jüdischen Propheten Mose erinnern.

Weitere Bilder vom DOM DES MOSE




Dom des Mose - Qubbat Musa auf dem Tempelberg in Jerusalem


Das Goldene Tor

Das Goldene Tor (hebr. Scha'ar harachamim "Tor des Erbarmens", arabisch: Bab ad-Dhahabi) ist eines der acht Tore in die Altstadt von Jerusalem. Das Tor befindet sich im östlichen Teil der Stadtmauer, südlich des Löwentors. Es ist das einzige Tor in der Stadtmauer, das direkt auf den Tempelberg führt. Die reich ornamentierte Archivolte geht auf den oströmischen Kaiser Herakleios zurück, anlässlich dessen Rückführung des Heiligen Kreuzes (630) in die von den Sassaniden zurückeroberte Stadt das Doppelportal als Triumphtor gestaltet wurde.

Die Araber nennen das südliche der beiden Tore "Tor des Heils" (Bab er-Rameh) und das nördliche "Tor der Buße" (Bab et-Tobeh).

In der Kreuzfahrerzeit wurde das Goldene Tor nur zweimal im Jahr geöffnet: für eine feierliche Prozession am Palmsonntag und am Fest der Kreuzerhöhung.

1537-1541 erfolgte der Wiederaufbau unter dem türkischen Herrscher Suleiman der Prächtige. Da dieser sich dabei an den Grundmauern der antiken Stadtmauer orientierte, wurden Stück für Stück auch die Stadttore wieder errichtet. Das Goldene Tor wurde gleich nach dem Wiederaufbau auf Geheiß von Suleiman zugemauert und versiegelt.

Die Versiegelung des Tores wird häufig so interpretiert, dass Suleiman dadurch die Ankunft des Gottes der Juden habe verhindern wollen, denn nach jüdischem Glauben soll der Messias am „Ende der Tage“ hier in die Stadt einziehen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Osmanen es nach dem Ende der Kreuzfahrerzeit schlossen, um „Ungläubigen“ den Zugang zum Tempelberg zu verwehren.

Quelle: Wikipedia


Goldenes Tor - vergrößerbar




Die 4 Minarette

Übersicht

Der ganze Tempelberg ist heute ein Heiligtum der Moslems. Da das gesamte Areal als eine große Moschee betrachtet wird, stehen die Minarette jeweils an drei Ecken des Tempelbergs und nicht z.B. an der Al-Aksa-Moschee.

Die 4 Minarette stammen aus unterschiedlichen Zeiten:

1) das El-Fakhariyya-Minarett im Süden wurde 1278 n.Chr. errichtet,

2) das El-Ghawanima-Minarett im Nordwesten im Jahr 1298 n.Chr.,

3) das Es-Silsilah-Minarett im Westen im Jahr 1329 n.Chr. und

4) das El-Asbat-Minarett im Nordosten im Jahr 1367 n.Chr.



Das El-Fakhariyya-Minarett (1278)

Es ist das älteste Minarett, das auf dem Tempelberg steht.

Es befindet sich an der SW-Ecke des Tempelberges, wurde 1278 n.Chr. erbaut und 1622 restauriert.

Auf Befehl des Mamelukensultans Ladschin (al-Malik al-Mansur Husam ad-Din Ladschin, ermordert 1299 n.Chr.) wurde das Minarett im traditionellen syrischen Stil entworfen.


El Fakhariyya-Minarett - vergrößerbar



Das El-Ghawanima-Minarett (1298)

In der nordwestlichen Ecke steht das "El-Ghawanima-Minarett", das aus dem Jahr 1298 stammt und das höchste der 4 Minarette auf dem Tempelberg ist. Dort sind drei christliche Säulenkapitelle aus der Zeit der Kreuzfahrer zu sehen, die zum Bau der Tore verwendet wurden.

Das El-Ghawanima-Minarett oder Es-Sarai-Minarett ist fast ganz aus Stein gebaut, abgesehen von dem Holz-Baldachin über der Muezzinplattform. Es ist einer der robustesten und höchsten Bauwerke in der Altstadt von Jerusalem. Seine feste Struktur hat schon etliche Erdbeben überstanden. Die abwechslungsreiche Dekoration verleiht ihm darüber hinaus eine gewisse Eleganz als Kontrapunkt zu seiner Stabilität.

Der Unterbau des 37 m hohen Minaretts steht auf der natürlichen Gesteinsschicht der nordwestlichen Ecke des Haram.

Das Gebäude ist in mehreren Schichten gebaut. Die ersten beiden sind breiter als die anderen und sind direkt auf den Stein gebaut und bilden das Fundament des Minaretts.

Die weiteren vier Schichten, einschließlich der Plattform für den Muezzin, werden von einer kreisrunden Trommel und bauchigen Kuppel überragt.

Die Treppe ist auf den ersten beiden Etagen außen angebracht, und geht dann in eine innere Spiralstruktur über, die zur Muezzinplattform führt.


El Ghawanima-Minarett - vergrößerbar




Das Es-Silsilah-Minarett (1329)

Im Jahr 1329 ordnete Amir Sayf al-Din Tankiz - der Mamluckenstatthalter von Syrien - den Bau eines dritten Minaretst auf dem Tempelberg an. Es ist das Es-Silsilah-Minarett und liegt an der Westseite der Ummauerung.

Das Minarett ersetzte möglicherweise ein früheres Umayyaden-Minarett. Es ist in der traditionellen syrischen quadratischen Turmart gebaut und ganz aus Stein.

Es ist eine alte muslimische Tradition, daß der beste Muezzin ("Vorbeter") den Adhan ("Aufruf zum Gebet") von diesem Minarett aus spricht, da der erste Aufruf zu jedem der fünf täglichen Gebete von diesem Minarett aus erschallt.


Es Silsilah-Minarett - vergrößerbar




Das El-Asbat-Minarett (1329)

Das El-Asbat-Minarett ist das jüngste der vier Minarette und wurde im Jahr 1367 n.Chr. errichtet.

Das schlanke Al-Asbat Minarett ist elegant und schön proportioniert und liegt an der noröstlichen Ecke des Tempelberges. Es bietet einen Blick auf den Tempelberg und den Teich Bethesda.

Der zylindrischer Steinschaft, osmanischen Ursprungs, steht auf einem rechteckigen Fundament aus der Zeit der Mameluken. Der Turm verjüngt sich oberhalb der Muezzin-Galerie und endet mit einer knolligen Kuppel. Dieser obere Teil wurde nach dem Erdbeben von 1927 rekonstruiert. Trotz der verschiedenen Bauphasen macht das Minarett einen harmonischen Eindruck. Es ist zwar einfach dekoriert, hat aber dennoch eine starke Ausdruckskraft.

Im 16. Jahrhundert beschrieb Mujir al-Din das Minarett als das anmutigste und schönste der vier Minarette auf dem Tempelberg.




El Asbat Minarett - vergrößerbar


Die Tore des Tempelbergs

Auf dem Tempelberg gibt es 12 Tore: 3 im Norden, 8 im Westen (eines ist ein Doppeltor) und 1 im Osten.
Es sind folgende (von Süden nach Norden):

1) Das südwestliche Maghrebinertor (Bab el-Maghariba) - einziges Zugangstor für Nichtmuslime

2) Das westliche Kettentor (Bab es-Silsila) - Zusammen mit dem "Tor der Gegenwart" bildet es ein Doppeltor

3) Das westliche Tor der Gegenwart Gottes (Bab es-Sakina) - Zusammen mit dem "Kettentor" bildet es ein Doppeltor

4) Das westliche Reinigungstor (Bab el-Mattara)

5) Das westliche Baumwollhändlertor (Bab el-Qattanin) - der einzige Ausgang für Nichtmuslime.

6) Das westliche Eisentor (Bab el-Hadid)

7) Das westliche Intendantentor (Bab en-Nasir)

8) Das nordwestliche El-Ghawanima-Tor

9) Das nördliche Dunkelheitstor (Bab el-Atem)

10) Das nördliche Sühnetor (Bab el-Hitta)

11) Das nördöstliche Stämmetor (Bab el-Asbat)

12) Das östliche Goldene Tor (Bab ed-Dhahabi) - geschlossen

Bilder der diversen TORE



Diverse andere Brunnen auf dem Tempelberg

Der Suleiman-Brunnen (Sebil Suleiman) auf der Nordseite des Tempelberges wurde 1537 von Suleiman I. dem Großen gestiftet.

Ein weitere Brunnen ist der Sabil Ibrahim er-Rumi, der sich in der Nähe des Intendantentores an der Westseite des Tempelberges befindet.

Weitere Bilder vom SULEIMAN-BRUNNEN


Suleiman-Brunnen auf dem Tempelberg - vergrößerbar


Die diversen Koranschulen (Medresen)

Die meisten Gebäude auf dem Tempelberg sind Koranschulen (Medresen [abgeleitete vom arabischen Wort für Schulen "madrasa"]) aus der Zeit der Mameluken. "Madrasa" ist das arabische Wort für Schule. Im Westen wird das Wort oft mit dem Typus der islamischen religiösen Hochschule gleichgesetzt.

Koranschulen auf der Westseite

Auf der westlichen Seite des Tempelbergs, südlich des Kettentores befindet sich die Ostfassade der Madrasa Tankizija, ein wichtiges Gebäude aus der Mamelukenzeit. Der Eingang erfolgt über die Kettentorstaße. Diese Koranschule wurde von Scheich Seif-ed-Din Takiz im Jahr 1328/28 erbaut. Der Bau war dann in der osmanischen Zeit ein Gerichtshof und nach den 2. Weltkrieg eine weiterführende Schule. Gegenwärtig hat die israelischen Armee hier eine Wache installiert, das sich die Koranschule oberhalb der Klagemauer befindet.

Nördlich des Kettentores steht die Madrasa Aschrafija. Auch sie ist ein Mamelukenbauwerk, stammt aus dem Jahr 1482 und wurde von Sultan el-Ashraf Qait Bey gebaut .

Im Norden der Madrasa Aschrafija liegt die Madrasa Uthmanija. Ihr oberer Teil weist schöne randförmige Schmuckelemente aus rotem und gelbem Stein auf .

Nördliche des Intendantores befindet sich die Madrasa Mandschakija.

Koranschulen auf der Nordseite

Auch an der Nordseite des Tempelberges befinden sich diverse Koranschulen aus der Zeit der Mameluken (von Westen nach Osten):

die Madrasa Omariyya,

Madrasa Isardija (1345 n.Chr.),

Madrasa Malekija (1340 n.Chr.),

Zawija Farisija (1352 n.Chr.),

Zawija Aminija (1329 n.Chr.),

Madrasa Basitija (1431 n.Chr.),

Madrasa Karimija (1319 n.Chr.) und

die Madrasa Ghadirija (1432 n.Chr).

Bilder der KORANSCHULEN und ausführliche Beschreibungen.



Diverse andere Bauten auf dem Tempelberg (Nordseite)

Der Suleiman-Dom

In der Nähe der nördlichen Mauer steht der achteckige Suleiman-Dom (Qubbat Suleiman).

Er wurde über einem kleinen Felsenvorsprung gebaut, um den viele Legenden ranken. Der jüdische König Salomon (arabisch: Suleiman) soll hier gebetet haben, als er den Tempelbau vollendet hatte (1. Könige 8,22-54). Auch Jesus Christus soll hier gesessen haben, als er mit den jüdischen Theologen seiner Zeit diskutierte (Lukas 2,46-47).

Weitere Bilder vom Suleiman-Dom


Suleiman-Dom auf dem Tempelberg - vergrößerbar



Der Pavillon des Sultan Mahmud II.

Östlich vom Suleiman-Dom und ein paar Schritte südlicher des Suleiman-Brunnens steht eine viereckige Struktur. Dieser Pavillon des Sultan Mahmud II. wurde um 1818 erbaut und verdeutlicht den Verfall des osmanischen Reiches unter Mahmud II (1785-1839).

Weitere Bilder vom PAVILLON




Pavillon Mahmud II auf dem Tempelberg - vergrößerbar


Das islamische Museum

An der südwestlichen Ecke des Tempelberges erstreckt sich an der Mauer entlang das islamische Museum. Das Museum ist zwar karg ausgestattet, es birgt aber eine Reihe von interessanten Exponaten, die dem Tempelberg gestiftet wurden. Es sind unter anderem Lampen, Kultgegenstände, Kleidungsstücke und Waffen. In den Vitrinen sind u.a. sehr wertvolle Koranhandschriften ausgestellt, darunter das große Exemplar aus der Mamelukenzeit (1250-1517).

In einer gesonderten Kammer findet man auch Balken aus Zypressenholz, die von der Decke der Al-Aksa-Moschee des 8. Jh. stammen.

Weitere Bilder vom ISLAMISCHEN MUSEUM (Exponate an der freien Luft)




Islamisches Museum - vergrößerbar



Der Yusuf-Agha-Dom

Zwischen der Al-Aksa-Moschee und Maghrebinischen Moschee steht in der Mitte des Hofes der Yusuf-Agha-Dom. Der 5m x 5m große Bau wurde im 16. Jh. von Yusuf Agha gebaut. Dieser war entweder Gouverneur von Jerusalem oder ein Eunuch im Osmanischen Kaiserpalast.


Yusuf-Agha-Dom auf dem Tempelberg in Jerusalem - vergrößerbar


Die "Weiße Mosche"

An der Südmauer in Richtung El-Aksa-Moschee zieht sich die "Weiße Moschee" entlang.

Sie ist eine Frauenmoschee, nur über die El-Aksa-Moschee erreichbar und für Besucher gesperrt.

Der Bau stammt aus der Zeit der Kreuzfahrer.





Die El-Aksa-Moschee

Die El-Aksa-Moschee steht auf der Südseite des Tempelberges.

Sie wurde 705 bis 715 n.Chr. unter Kalif Al-Walid, einem Sohn von Abd el-Malik, dem Erbauer des Felsendoms, errichtet. Von diesem ersten Bau, der bereits in den ersten 60 Jahren seines Bestehens durch mehrere Erdbeben zerstört wurde, blieb außer den ursprünglichen Proportionen nichts mehr übrig.

Der bedeutendste Wiederaufbau erfolgte nach dem Erdbeben von 1033 n.Chr. durch den Kalifen Az-Zahir, als die Moschee im wesentlichen ihre heutige siebenschiffige Gestalt erhielt.

Nach der Einnahme Jerusalems durch die Kreuzfahrer (1099) diente die Moschee zunächst als Königsresidenz und darauf als Hauptquartier des Templerordens.

Saladin gab das Bauwerk 1187 wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zurück, stattete es mit Mosaiken aus und ließ eine prachtvolle Gebetsnische (Mihrab) und eine kunstvolle, aus Zedernholz geschnitzte Kanzel errichten. Diese Kanzel, die als die schönste des gesamten Orients galt, wurde durch den Brand von 1969 zerstört, den ein offensichtlich geistesgestörter christlicher Tourist gelegt hatte, um den Tempelberg von "heidnischen" Bauten zu befreien. Suleiman der Prächtige ließ die Moschee im 16. Jahrhundert restaurieren und Glasfenster einfügen.

Die letzten bedeutenden Ausbau- und Restaurierungsarbeiten wurden 1927 und von 1938 bis 1942 ausgeführt, nachdem weitere Erdbeben der Moschee große Schäden zugefügt hatten. Damals wurden die Säulen aus Carrara-Marmor, ein Geschenk von Mussolini, sowie die Bemalung des Deckengewölbes, eine Stiftung des ägyptischen Königs Faruk, hinzugefügt.

Im Jahr 1951 wurde König Abdullah von Transjordanien kurz nach dem Betreten der Moschee erschossen - sein Enkel Hussein I., der bis zu seinem Tod in 1999 als König von Jordanien regierte, war Zeuge des Attentats. Kugeleinschläge an einer Säule sind noch heute zu sehen.

Die Moschee ist 80 m lang, 55 m breit und bietet 5000 Menschen Platz.

Unmittelbar beim Haupteingang der Moschee führen 16 Stufen zu einem unterirdischen Areal, zu Alt-Aqsa, hinunter. Normalerweise ist der Zugang zu diesem interessanten Areal durch eine grüne Tür verschlossen. Im Innern führt ein langer, gewölbter Durchgang zu einem Raum, der in Wirklichkeit die Vorhalle eines zugemauerten Doppeltores bildet, des Hulda-Tores aus dem Talmud, oder auch Maulwurf-Tores, weil sein langer, niedriger Tunnel in den Tempelberg führte. Zu Herodes' Zeiten war dieses Doppeltor einer der Hauptzugänge des Tempels von Süden.

Weitere Bilder von der Al-Aksa-Moschee



Al-Aksa-Moschee - vergrößerbar




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