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Die "Gedenktafel für den Johanniterorden" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten im christlichen Altstadtviertel von Jerusalem

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Lage des Gedenksteines

Im Muristan in der Jerusalemer Altstadt befindet sich ca. 100 Meter südlich der Lutherischen Erlöserkiche die Gedenktafel für den Johanniterorden. Sie erinnert an vergangene Zeiten, als hier im Muristan das erste Hospital der Johanniter errichtet wurde.


Geschichtes des Johanniterordens

Der Johanniter-Orden ging aus einem 1048 erstmals erwähnten Pilgerspital, dem Muristan hervor, das von Kaufleuten aus Amalfi bereits lange vor dem ersten Kreuzzug gestiftet worden war. Dieses war Johannes dem Täufer geweiht, wovon sich der Name Johanniter ableitet. Pilger stellten einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, weshalb Schutz und Pflege derselben mittelbar allen Anrainern des Mittelmeerraumes zugutekam. Die Versorgung der Kranken wurde durch Ordensbrüder übernommen.

Aus der Zeit um 1160 ist der Bericht des Pilgers Johannes von Würzburg überliefert:

„… ist ein Hospital angeschlossen, welches in seinen verschiedenen Gebäuden eine Vielzahl von Schwachen und Kranken sammelt, pflegt und wiederherstellt, was einen hohen Kostenaufwand bedeutet. In der Zeit, in der ich selber dort war, betrug, wie ich von den dienenden Brüdern selbst erfuhr, die Zahl der Kranken bis an die zweimal Tausend. Sie waren so schwer von Krankheit geplagt, dass manchmal innerhalb eines vollen Tages mehr als 50 Tote hinausgetragen werden mussten. Aber immer und immer wieder kamen noch mehr hinzu. … Es entfaltete sich eine so unübersehbare Wohltätigkeit dadurch, dass Armen, welche um Brot baten, gegeben wurde, auch wenn sie außerhalb des Hauses blieben.“

Als Ordensgründer gilt der Selige Gerhard Tonque (um 1040–1120). Er war der Leiter der Spitalsbruderschaft, die das Pilgerhospital in Jerusalem betrieb, als der Erste Kreuzzug Jerusalem eroberte.

In der Folgezeit gewann die Spitalsbruderschaft erheblichen Zulauf. Unter Raimund von Puy (1120–1160), der dem Ordensgründer nachfolgte, vollzog sich 1120 bis 1140 der Wandel von der Spitalbruderschaft zum geistlichen Ritterorden. Unter ihm weitete sich die Tätigkeit des Ordens von der Pflege und Beherbergung der Pilger schrittweise auch auf deren militärischen Schutz aus. Als Vorbild hierfür diente der junge Templerorden.

Im Jahr 1882 wurde auf diesem Gelände eine Augenklinik errichtet, die sich die hingebungsvolle Arbeit der mittelalterlichen Johanniter zum Vorbild nahm. In den Jahren 1949 bis 1960 wurde die Klink in das angrenzende Watson-Haus verlegt.

Im Jahr 1972 wurde dieser kleine Garten angelegt und der Gedenkstein aufgestellt.


Quellen: Wikipedia - Johanniterorden




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Ins Netz gesetzt am 24.09.2012; letzte Änderung am 18.11.2025

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